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@AVGP
Last active December 11, 2015 01:29
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Ich muss einfach mal sagen: Mobiles Internet von bestimmten Anbietern in Deutschland ist ein leidensvoller Tanz.
Das fängt schon beim Stick an, der sich erstmal als Datenträger meldet.
An sich ist das eine grandiose Idee.. aber: Die Software, die besagtes Speichermedium anbietet, scheint unter Mac OSX nur ein erklärtes Ziel zu haben: Mitsamt nettem Stack-Trace abzustürzen - nach erquicklich langer Denkpause beim Start.
Software für Linux fehlt vollständig. Sehr gut.
Hat man dann die funktionsfähige Version der Software, mit der man schliesslich ins Internet gelangen könnte, aus selbigem heruntergeladen (welch herrliche Ironie!), so grüsst der mobile Sozius mit einem hübschen Fenster.
Oftmals steht dort dann die liebevoll dahinphilosophierte Poesie "Gerät nicht erkannt oder nicht vorhanden", obgleich der Stick am USB Port prangt und mit bunten Lichtern Einsatzwillen suggeriert.
Ein Abziehen und Wiederanstecken scheint dem besagten Partner im Kampfe um einen Platz an der digitalen Informationssonne so schnöde und vulgär, dass er dies ohne einen Neustart seiner selbst nicht hinnimmt. Selbstverständlich grüsst dann aber zunächst wieder die per Autostart angeflanschte Rohrkrepiererschwester des nachinstallierten Programmes und verschönert den Tag durch einen weiteren sterbenden Schwan mit Pirouette. Sa-gen-haft.
Sollten dann jedoch diese Hürden einmal gemeistert sein, begrüsst das Programm den geneigten Benutzer mit einer wunderbar minimalistischen Oberfläche, auf der im Wesentlichen der lang ersehnte "Verbinden"-Button prangt.
Ein Klick dieses handgefertigten Meisterstückes stellt sich schliesslich aber nicht als Eintritt in das Elysium aus Nullen und Einsen heraus, sondern zeigt erst einmal nicht nur keine sichtbare Veränderung, nein - auch der erwünschte Datenfluss scheint zunächst versiegt zu bleiben. Erst ein genauer Blick in die Statuszeile zeigt, dass eine Wählverbindung sich zunächst verbindet, dann authentifizert und zum Abschluss des heroischen Trikolons schlussendlich beginnt die begehrten Sekunden der Verbundenheit zum Weltwissen und Katzenbildern zu zählen.
Wer sich jetzt im Genuss des digitalen Äquivalentes eines beliebten, brett-basierten Wassersports wähnt, irrt.
Hier erkennt man die hohe Ingenieurskunst, die dafür sorgt, dass Timeout-Intervalle des Betriebssystems, des Sticks, sowie die Verteilung von Funklöchern perfekt so aufeinander abgestimmt sind, dass sich folgende Situationen ergeben, die permanent und zumeist nahtlos ineinander übergehen:
a) Man hat kein Netz, was dazu führt das
b) Das Timeout des Betriebssystems ist genau so hoch, dass der Verbindung eine nicht vorhandene Vitalität bescheinigt werden kann, bis schliesslich
c) Das Betriebssystem dafür sorgt, dass die leblose Hülle dessen, was eine mobile Internetverbindung hätte sein sollen ihre wohlverdiente Reise ins Nirvana antritt. Dieser Vorgang ist jedoch äusserst kompliziert und langwierig und dauert zumeist so lange, dass man wieder bei (a) angelangt ist.
Dieses Prozedere, oder wie ich es nenne der "Waltzertanz des geplagten Mobilfunknutzers", zieht sich mühelos über das ganze Bundesgebiet hinweg - von Ost nach West, von Nord nach Süd.
Und am Ende bleibt die Überzeugung, das alles gar nicht erst wieder zu versuchen. Bis zur Nächsten Fahrt jedenfalls.
@badboy
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badboy commented Jan 13, 2013

Hach, wie schön einfach das mit usb_modeswitch und wvdial doch ist. Klappt hier bei mir auf Anhieb und auf der Strecke Aachen - Kamen sogar fast funklochfrei im Netz der Telekom (gut, andere Netze sind halt nicht so ausgebaut)

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