Java gehört zu den meist-verwendeten und bekanntesten Programmiersprachen, die es gibt. Sie wird von vielen Leuten als die erste Programmiersprache gelernt. Das heisst aber nicht, dass sie einfacher ist, als die unzähligen anderen Sprachen, die es sonst noch gibt. Im Gegenteil! Sie ist schon relativ alt (1995 Erschienen), hat sich seit dieser Zeit aber ordentlich weiterentwickelt. Die grösste Konkurrenz, die Java heute hat, ist C# (Sprich «Ci Sharp»), C# läuft jedoch nur auf Windows PC’s, während Java sogenannt «Cross Platform» ist, das heisst, dass sie auf Windows, OSX und Linux gleichermassen laufen sollte. Das heisst jetzt aber nicht, dass C# schlechter ist als Java. Sie haben beide ihre Vorteile und ihre Nachteile. Was sicher ist, dass du neue Programmiersprachen schneller lernst, wenn du Java bereits kannst. In diesem Sinne: Viel Spass beim Lernen!
Es gibt einige Dinge, welche man sich merken muss, wenn man seine erste Programmiersprache lernt. Ab einem gewissen Punkt, welcher nicht allzu fern ist, hat man sich diese Dinge jedoch eingeprägt und sie bereitem einem keine Probleme mehr. Was auch gut ist: Beinahe jede Programmiersprachen ist ähnlich aufgebaut und so werden gewisse Dinge zwar anders geschrieben, zwischen den verschiedenen Sprachen, jedoch bedeuten sie genau das Selbe.
Den for-loop wirst du in jeder Sprache antreffen. Es gibt ihn in zwei Varianten, welche sich aber nur in ihrer Schreibweise unterscheiden. Hier ein Beispiel für die erste Variante:
for (int i = 0; i < 5; i++) {
// Code an dieser Stelle wird 5 mal ausgeführt
}Schauen wir und sie Klammer mal genauer an. Sie besteht aus drei Teilen, welche durch ein ';' Zeichen abgetrennt sind. Der erste Teil, gibt eure "Zähler Variable" an. In diesem Fall, wird eine Variable namens "i" dort erstellt. Der erstellten Variable i wird der Wer 0 zugewiesen. Eine Variable ist übrigens nichts anderes, als ein "Ding", welches einen Wert unter einem Namen speichert. In diesem Fall, ist der Name = i und der Wer = 0. Was das "int" davor bedeutet, muss euch noch keine Sorgen bereiten.
Der zweite Teil ist euer Vergleich. In diem Fall, wird i mit 5 verglichen. Wenn i kleiner als 5 ist, wird der Inhalt des Loops ausgeführt.
Der Dritte Teil ist euer Plus- oder Minusfaktor, welcher bei jedem Durchgang auf i gerechnet wird. ++ bedeutet das Gleiche wie +1. Das heisst, dass unsere Variable i bei jedem Durchgang +1 gerechnet wird.
Ihr könnt euch den Durchgang des Loops so vorstellen:
/*
i auf 0 setzen
vergleichen, ob i < 5 ist
code in geschweifter klammer ausführen
i auf 1 setzen
vergleichen ob i < 5 ist
code in geschweifter klammer ausführen
i auf 2 setzen
vergleichen ob i < 5 ist
code in geschweifter klammer ausführen
i auf 3 setzen
vergleichen ob i < 5 ist
code in geschweifter klammer ausführen
i auf 4 setzen
vergleichen ob i < 5 ist
code in geschweifter klammer ausführen
i auf 5 setzen
vergleichen ob i < 5 ist
code NICHT ausführen, da i jetzt nicht mehr kleiner als 5 ist, sondern gleich gross
*/Das if habt ihr schon gewissermassen kennengelernt im for-loop. Der zweite Teil der for-loops ist ein if vergleich. Hier ein Beispiel:
int i = 0;
if (i == 0) {
System.out.println("i ist 0");
}Was euch hier bestimmt auffällt, ist dass im if mit einem doppelten Gleich verglichen wird. Das hat den Grund, dass man damit hervorheben will, dass das ein Vergleich und NICHT eine Zuweisung ist. i = 0 würde die Variable i nämlich auf 0 stellen. i == 0 vergleicht jedoch, ob i gleich gross wie 0 ist. Das System.out.println wird gebraucht, um Text auf die Console zu schreiben
Noch mals ein loop. Man verwendet ihn und nicht den for-loop, wenn man zur Zeit des Schriebens seines Programms noch nicht weiss, wieviel man seinen Codeblock ausführen will. Javakara bietet ein perfektes Beispielt. Oft will man den Käfer ja laufen lassen, bis er z.b. zu einem Baum vor sich hat. Beispiel:
while(kara.treeFront == false) {
kara.move();
}Der while-loop nimmt wie das if ein Vergleich entgegen. Grundsätzlich könnt ihr alles was ihr in ein if schreiben könnt auch in ein while schreiben. Wenn ihr wisst, wieviel Schritte kara machen kann, bis es zu einem Baum kommt, könntet ihr das auch mit einem for-loop machen. Wenn sich die Welt dann jedoch ändert und die Distanz anders ist und kara jetzt vielleicht vier anstatt 3 Schritte tun muss, müsst ihr diesen Code ändern (was zu vermeiden ist).